maandag 17 november 2014

23-jarige studente uit Bochum -- 18 november 2005

Het idee was om het dagelijkse leven in de Duitse regio Westfalen-Lippe te documenteren middels eenmalige dagboekbijdragen over een en dezelfde dag: 18 november 2005. Uiteindelijk stuurden tien mensen een bijdrage in. Waaronder deze 23-jarige studente uit Bochum.

18. November 2005
Heute, am 18. November 2005, wird ein Freund von mir 32 Jahre alt. Er ist mein Ex-Freund, zu dem ich immer noch guten Kontakt habe. Am 18. November vor 5 Jahren haben wir uns kennengelernt.

Heute Morgen bin ich um 6.17 Uhr wachgeworden. Eigentlich hatte ich mir den Wecker auf kurz nach 8 gestellt. Aber seit gestern habe ich seltsame Halsschmerzen: Keine richtigen, sondern eine Art Kloß im Hals kurz unterhalb des Kehlkopfes. Deswegen wollte ich heute Morgen auch zum Arzt gehen, habe es dann aber doch nicht gemacht, denn ich fühle mich nicht krank oder so. Und ich glaube, dass der „Kloß“ von alleine wieder weg geht.

Dann war ich heute in der Uni. Ich studiere Geschichte und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (Komparatistik) an der Ruhr-Uni in B., bin mittlerweile im 7. Semester und mache diesen Winter meinen Bachelor-Abschluss. In Geschichte habe ich dieses Semester keine Veranstaltungen mehr, aber ich bin heute freiwillig zu einer Mittelalter-Vorlesung hingegangen. Zugegeben, das MA ist nicht gerade mein Glanzgebiet, aber der Dozent, M. O., ist ziemlich gut, und seine Vorlesungen sind interessant, kurzweilig und vor allem gut verständlich – so gut, dass ich ohne Probleme nacherzählen kann, was er vorgetragen hat.
Die Vorlesung war von 10-12, und meine Freundin hat mich mitgenommen. Sie ist auch im 7. Semester, allerdings schon im Master-Studiengang, sie hat sich etwas mehr mit ihrem Studium beeilt als ich. Wir studieren beide Geschichte, und außerdem sind wir Arbeitskolleginnen: Wir arbeiten beide als Studentische Volontärinnen („Hilfskräfte“) für das Westfälische Industriemuseum. Eine Arbeit in einem Museum später nach dem Studium wäre mein Traumjob! Aber vielleicht promoviere ich ja auch und bleibe an der Uni?

Nach der Vorlesung bin ich ein bisschen durch die Historische Bibliothek getigert, aber nicht lange. Danach war ich in der Mensa, dann zu hause (ich wohne direkt an der Uni). Von 14-16 Uhr hatte ich ein Seminar in Komparatistik, das einzige Pflichtseminar für dieses Semester. Das Thema: „Der Meister und Margarita“ von Michail Bulgakov im weltliterarischen Kontext. Die Dozentin: A. B. Aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit und des Wochentages ist das Seminar eher mäßig besucht, aber das tut der Qualität der Veranstaltung keinen Abbruch, eher im Gegenteil.

Nach dem Seminar war ich noch kurz Geschenkpapier kaufen, habe auf dem Nachhauseweg einen Freund und Kommilitonen in Komparatistik getroffen und eine Viertel Stunde mit ihm verquatscht. Dann war ich wiederum kurz zu hause und habe mir eine Laugenstange und eine halbe Kirschtasche reingezogen, dazu leckeren heißen Tee – hmmmm, ich liebe so ein Zeug!

Und zum guten Abschluss des Tages war ich am Abend mit meiner Freundin beim Unisport. Fitnesstraining. Es war total anstrengend, aber ich bin froh, dass wir hingegangen sind.
Irgendwie habe ich den ganzen Tag nichts anderes gemacht, als mir andauernd selbst in den Hintern zu treten. Aber ich glaube, dass das schließlich doch zu einigem Erfolg geführt hat. Zumindest habe ich nicht schon wieder den halben Tag vor dem Fernseher verbracht.

Gleich bleibe ich noch ein wenig am PC sitzen, werde meine E-Mails lesen und im Netz surfen. Dazu höre ich mir die WDR 2-Zugabe an, eine ganz wunderbare Satiresendung, die jetzt leider nur noch freitags abends kommt und nicht mehr freitags und samstags.

Der VfL Bochum hat vorhin gegen die Alemania Aachen mit 4:1 verloren, und das im eigenen Stadion! Mein Ex-Freund hatte sich Karten für das Spiel selbst zum Geburtstag geschenkt. Er wohnt in Aachen, ist aber Bochum-Fan und heute abend extra nach Bochum gepilgert. Bin gespannt, ob er am Montag trotzdem mit einem VfL-Schal zur Arbeit geht, wie er es ursprünglich vorgehabt hatte!

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